Geschichten

De Alltag mit de Buuchfelldialyse –

Wir waren zu Gast bei Herrn Andreas  Rüdisühli (70) in Frümsen und sprachen mit Ihm über das Leben mit Bauchfelldialyse. Er und seine Frau Elsbeth haben hier ein wunderschönes Besenbeizli, das zum Verweilen und Plaudern einlädt.  Auch Sie dürfen gerne vorbei kommen, mit den beiden diskutieren und Ihnen Fragen stellen!

Wie lange machen Sie schon Bauchfelldialyse?
Das mach i sit em  März zweitusigzäh.

Haben Sie früher schon mal Hämodialyse (Blutwäsche) gemacht oder sind Sie direkt an die Bauchfelldialyse?
Nei, seb hani no niä gmacht.

Warum haben Sie sich für die Bauchfelldialyse entschieden?
Ja, sie händ mir gseit kah, dass das ander nöd gäng wil is no uf em Herz kah ha. Es seg z’stark för mi.
Da hät mer d‘Frau Dokter agrate, i söll diä Buchfelldialyse mache; die seg liechter und i chön diä dehei mache. Do hani mi natürli für seb entschiede.

Sie machen jetzt tagsüber CAPD (kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse mit “Handwechsel“)?
Ja, drümol am Tag. Am Afang han i viermol müsse, und jetzt nu na drümol.

Schränkt Sie das in Ihrer Lebensqualität ein?
Ja, scho e chli, aber nöd fescht. I machs jetz am Morge am achti, am vieri und znacht am  zwölfi, und denn gahts scho. Es chunnt ja nöd druf a, öbis füf Minute früehner oder später mach. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, aus Ihrer Stube ein  Besenbeizli zu machen?
I bi 20 Jahr uf de Markt gange mit Fleisch, mit drüesechzgi han i mi pensioniere la, und nachher hät d‘Frau gseit, me chönt us däre Stube es Beizli mache. Da hani gseit: Bisch enad verruckt ? I ha immer so schö Sorg ghebet und alls. Denn hät sie gseit, denn müessi sie uswärts irgendwo go schaffe; sie isch ebe no acht Jahr jünger wien i; mir bruched da ja nöd.
I ha denn drü-, viermol gschlafe und mir dänkt: isch mir doch glich, wenn i emol achzgi bi. Und denn han i um die Bewilligung gfröget und sie sofort übercho – e Bewilligung für e Restaurant.

So, und dann hatten Sie keine Stube mehr?
Ja, kei  Stube meh. Nei,  im erschte Stock obe han i scho no e Stube, aber goht au e so. Und sie isch natürli mit Lieb und Seel Wirtin und i hälf echli mit. Sie isch innere Wirtschaft ufgwachse und hät das e Läbe lang gärn gmacht. Sie isch ja au zwanzg Johr lang mit mir uf de Markt, und jetzter hämmer die Beiz. So hät alles agfange.
Am Afang hämmer no chöne d‘Gartewirtschaft benutze, aber jetz nümme, wil d‘ Naachbure reklamiert händ, es seg z‘lut.

Was sollten Patienten, die mit der Bauchfelldialyse anfangen,  wissen?
Me muess es ihne eifach genau zeige; eso, wie me mir das zeiget hät – tip top. Es git eigentli nünt, was nöd recht isch. Suscht weiss i au nöd grad, was me dene muess säge.

Was möchten Sie uns noch zum Thema Bauchfelldialyse sagen?
Nei, ebe i ha gseit, es gaht ganz guet. I ha no niä öppis kah wo nöd guet gange isch. Es isch mer au no niä en Bütel kaputt gange oder so. Muesch eifach suber schaffe.

Und  wie ist es mit den Ferien - sind die ein Problem?
Nei, niä; isch kei grossi Sach. Witt willi nümme gah; wenni gang, gangi uf Öschtriech use go wellnesse. Aber witter gangi nöd.

Und wie machen Sie es mit dem Dialysematerial? Nehmen Sie das selbst mit oder lassen Sie es liefern?
Nei, nei, da nimmi selber mit. I gang meischtens nur vier, füf Tag. Chasches guet mitneh; im Hotel gaht da guet.  

Also säge wett i no, dass  Material-Service super guet isch und alles prompt is Hus glieferet  wird. Alüta kasch rund um d‘Uhr. Wenn me echli Platz hät, denn händ  kei  Befürchtige vor däre Art, d‘Niere  z‘ersetze.



Vielen Dank für das Interview!