Niereninsuffizienz / Nierenversagen

Nierenversagen: was ist das eigentlich?

Die Bezeichnung Nierenversagen (Niereninsuffizienz) bedeutet, dass die Nieren ihre üblichen Aufgaben nicht mehr erfüllen können. Ist eine Nierenerkrankung eingetreten, verschärft sie sich zumeist im Laufe der Zeit. Das kann allerdings Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern. Ist das Nierenversagen so weit fortgeschritten, dass Sie ohne Behandlung (in Form einer Dialyse oder Transplantation) nicht mehr weiterleben können, spricht man von terminalem Nierenversagen bzw. Nierenversagen im Endstadium. Oft wird es auch mit «ESRD» abgekürzt, was für das englische `End-Stage-Renal-Disease’ steht.


Arten des Nierenversagens

Akutes Nierenversagen

  • Ein plötzlicher Verlust der Nierenfunktion durch eine Verletzung oder Vergiftung. Ein akutes Nierenversagen kann bei rascher Behandlung im Normalfall innerhalb einiger Wochen behoben werden.

Chronisches Nierenversagen

  • Ein allmähliches Nachlassen der Nierenfunktion aufgrund einer langwierigen Erkrankung. Dies ist die häufigere Variante des Nierenversagens, die zwar nicht heilbar ist, aber behandelt werden kann.
  • Ein chronisches Nierenversagen entwickelt sich fast immer zu einem terminalen Nierenversagen (ESRD). Von terminalem Nierenversagen spricht man, wenn ein Patient nur mit Hilfe einer Dialyse oder einer Transplantation weiterleben kann.

Terminales Nierenversagen (ESRD)

  • Ein Zustand, bei dem die Nieren nicht mehr oder nur sehr schwach arbeiten.
  • In diesem Fall wird eine Dialysebehandlung oder Transplantation unbedingt erforderlich.